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OM-Projekt: Neues Schiff

Die Logos Hope ist das vierte OM-Schiff. Pläne für ein neues Schiff entstanden im Jahr 2003, als die Doulos und die Logos ll noch immer im Einsatz standen. „In unseren Köpfen hatten wir die Vision: Jeder in einer Million”, erklärt Miles Toews, der für die Beschaffung von Geldmitteln verantwortliche Mitarbeiter bei OM Ships. „Etwa eine Million Menschen besuchten jedes Jahr die OM-Schiffe, doch es war schwierig, sich allen anzunehmen. Wir wollten unseren Besuchern mehr offerieren.”

Um dies zu ermöglichen, musste das zukünftige Schiff ganz speziell dafür gebaut sein: Ein ganzes Deck sollte dazu dienen, dass die Besucher Gottes Grösse erleben könnten. Da müsste Platz sein, um Besucher in die Arbeit einzuführen, Platz für Ausstellungen, einen Theatersaal und natürlich eine Verkaufsfläche für Bücher. Jeder Besucher sollte auf diesem Deck die Möglichkeit haben, Jesus wenigstens einen Schritt näher zu kommen!

Die Vision war so stark, dass das Schiff schon lange bevor es gefunden wurde, einen Namen hatte: Von fast 200 Vorschlägen wurde nach viel Gebet und Diskussion der Name Logos Hope ausgewählt. „Dieser Name reflektiert die Vision und den Zweck der ganzen Schiffsarbeit“, schrieb der ehemalige Leiter von OM Ships, Bernd Gülker, 2003 in einem Rundbrief.

Bevor eine Entscheidung für ein Schiff getroffen werden konnte, wurden Informationen von 180 möglichen Schiffen aus der ganzen Welt gesammelt und studiert. Aus einer Liste von 38 möglichen Schiffen stach eines heraus: Die Ozeanfähre Norröna l von den Färöer Inseln. „Sie war perfekt, aber der verlangte Preis zu hoch. Zudem waren viele potentielle Käufer am Schiff interessiert”, erzählt Myles. „Alles war in Gottes Hand. Zwei Käufer versuchten die Norröna I zu kaufen, bei beiden kam aber etwas dazwischen, was die Verhandlungen stoppte.”

Als das Schiff das zweite Mal auf den Markt kam, organisierte OM Ships einen internationalen Gebetstag  am 29. März 2004 und entschied sich, die Norröna I zu kaufen. Am 19. April wurde sie für 3,6 Millionen Euro gekauft. Dann fuhr sie von Dänemark in eine Werft in Kroatien, um dort für ihren neuen Dienst umgebaut zu werden.

Das benötigte Geld zusammenzubringen war eine lehrreiche Erfahrung. „Der Herr ermutigte uns durch viele Spender dran zu bleiben. Später erwirkte er sogar, dass die Arbeit in der Werft nur noch langsam vorwärts ging, als das Geld zur Bezahlung der Renovation knapp wurde”, erzählt Myles.

Mit der Logos Hope auf spezielle Weise verbunden – die Färöer Inseln

Zwanzig Jahre lang fuhr die 12'000 Tonnen Fähre zwischen den Färöern, Dänemark, Island, Norwegen und den Shetland Inseln. Praktisch jeder Färöer hatte schon mindestens eine Fahrt auf diesem Schiff erlebt. Viele Leute auf den Färöern haben einen lebendigen Glauben und unterstützten den Kauf, glücklich, dass ihr Schiff nun die Gute Nachricht um die ganze Welt tragen würde.

„Christen auf den Färöern übernahmen enorm viel Verantwortung für das Schiff. Sie versprachen, die Brücke selbständig neu einzurichten. Sie schickten Projektarbeiter, kauften viele der Einrichtungsgegenstände und sammelten Geld”, erzählt Myles.

Der starke Einfluss der Färöer stoppte nicht mit dem Kauf und Umbau der Logos Hope. Vorher gab es nur einen OM-Vertreter auf den Inseln, heute existiert ein OM-Team, das jährlich Logos Hope Themen-Veranstaltungen organisiert. Kürzlich sandten die Färöer eine der grössten Gruppen an die TeenStreet-Jugendkonferenz in Deutschland.

Die Missionswoche im Oktober 2016 war gefüllt mit Gottesdiensten, Treffen für Ehemalige der Logos Hope und Besuchen von Partnerfirmen. Die lokale Radiostation gab der Logos Hope jeden Morgen und jeden Abend Sendezeit – und das eine ganze Woche lang! Viele OM-Partnerfirmen auf den Färöern sind Fischereiunternehmen. Auch ihnen gab OM eine einmalige Gelegenheit mitzuhelfen: Sie konnten einen Vertrag mit einer Treibstofffirma unterschreiben, die dann die gewünschte Anzahl Liter Treibstoff in die Tanks der Logos Hope einfüllten und ihnen die Rechnung zur Bezahlung vorlegte.

Die Unterstützung der Logos Hope durch diese kleine Inselnation wirkt für andere ermutigend. „Was hier erreicht wurde, ist unglaublich”, erzählt Myles. „Es gibt kein anderes Land, in dem jeder weiss, was es bedeutet, Ozeane zu befahren.“

Tatu Kekkonen ist Journalist und kreativer Künstler aus Finnland. Er möchte seinen Schöpfer mit allem, was er tut, reflektieren.