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Gottes Liebe in der Welt wiederspiegeln

„Je-sus! Je-sus!“ Die Hauptveranstaltungshalle bebt, als 2500 Teenager den Namen Gottes rhythmisch singen. Anbetung hallt von den Decken wider und vibriert vom Boden. Wenn man seine Augen schliesst, kann man sich fast vorstellen, dass die Engel von oben mitsingen.

Willkommen im Throne Room, der Anbetungszeit abends bei Teenstreet (TS) Europa. Gut 4000 Personen aus über 20 Ländern kommen für eine Woche im Jahr nach Deutschland, um Gott anzubeten und in der Beziehung mit ihm und zueinander zu wachsen.

TeenStreet, das 2016 zum 23. Mal stattfand, bietet Teenagern die Möglichkeit, Gott auf neue Art kennenzulernen und Zeit mit anderen christlichen Teenagern zu verbringen. Jedes Element dient dazu, eine Möglichkeit zu schaffen, um Gott zu begegnen – sei es im Kunstbereich ‚Art Zone‘, während eines evangelistischen Outreaches in der Stadt, bei einem Seminar oder Workshop, auf dem Sportfeld oder während der Schhh-Zeit, einer 30-minütigen Zeit der Stille auf dem gesamten Gelände.

Wenn die Teenager zu TS kommen „haben einige von ihnen schon eine Freundschaft mit Jesus, andere wissen von ihm, haben aber noch keine persönliche Freundschaft zu ihm und andere sind irgendwo dazwischen“, erklärt Ger van Veen, Direktor von TeenStreet Europa. „Unser Wunsch ist, dass am Ende von TeenStreet jede Person eine lebendige und wahre Freundschaft mit Jesus hat und ihn in ihrer Welt widerspiegelt – das ist auch die Vision von TeenStreet.“

Eine Strasse, um darauf zu gehen

TeenStreet begann mit vier Personen, die sich 1992 in einer Pizzeria in den Niederlanden trafen und von einer internationalen Konferenz für Teenager träumten. Die Gründer Dan und Suzie Potter erklärten: „Wir wählten den Namen ‚TeenStreet‘, weil der ganze Sinn der war, den Teenagern eine Strasse aufzuzeigen, auf der sie gehen können – einen Weg zum Gehen oder Leben.“

Nach Gebeten und Planungen fand 1993 das erste TeenStreet statt, als 56 Personen in Offenburg, Deutschland, zusammenkamen. Thema war: ‚Living in an upside down world‘ (Leben in einer Welt, die auf dem Kopf steht).

Ali van Oosten, die Tochter von OM-Mitarbeitern, nahm damals mit 15 Jahren bei TeenStreet teil und erinnert sich: „Es hat mich bewegt, die Geschichten von anderen, die nicht viel älter als ich waren, zu hören, und wie Gott sie gebraucht. Das war ein Wendepunkt in meiner Beziehung mit Gott und meine Entscheidung, vollkommen für ihn zu leben.“

Als eine Bewegung arbeitet TeenStreet mit Kirchengemeinden und Jugendgruppen zusammen, um deren ganzjährliche Jugendarbeit zu unterstützen. Der Fokus von TeenStreet liegt weniger auf dem Event selbst und mehr auf Jüngerschaft und dem, was danach passiert. „Es macht keinen Sinn, eine einwöchige ‚Freizeit‘ für Teenager zu veranstalten ohne dass sie das Jahr über eine positive Gemeinschaft erleben“, erklärt Ger.

„Uns liegen besonders die kleinen Gemeinden und Jugendgruppen mit wenig Ressourcen am Herzen. Sie profitieren bei TeenStreet vom Training, den Möglichkeiten und Mitteln sowie dem In-Verbindung-Sein. TeenStreet ist nicht nur für die Teenager, sondern auch für ihre Leiter, damit sie ausgestattet werden, um ihren Jugendlichen nach dem Event weiterhin gut zu dienen.“

Jeden Tag treffen sich die Teenager bei TeenStreet in ihrer Kleingruppe mit fünf anderen Teenagern und einem Erwachsenen ihres Geschlechts, Alters und Sprache, um zu beten und über das zu sprechen, was sie gelernt haben. Das Ziel dabei ist es laut Ger, den Teenagern eine sichere Gemeinschaft zu geben, in der sie sich öffnen können.

„Viele junge Menschen verlassen die Kirchengemeinden, wenn sie die Schule verlassen“, sagt Ger. „Ein Hauptgrund ist, dass sie keinen eigenen Glauben haben; tatsächlich tragen viele junge Menschen die Freundschaft zu Jesus einer anderen Person mit sich herum. Ihnen wurde gesagt, dass man ‚so‘ lebt und dass es ‚das‘ ist, was Christus für dich bedeutet. Wir streben danach, eine Umgebung zu kreieren und mit den Teenagern so zu kommunizieren, dass ihnen geholfen wird, Entscheidungen zu treffen, die auf Überzeugungen resultieren, die sie selbst erlangt haben.“

Vom Teenager zum Studenten zum Pastor

Ruwen Braun aus Deutschland nahm 2016 zum fünften Mal bei TeenStreet teil. Als er zum ersten Mal bei TS dabei war, war er einfach nur ein weiterer Teenager, der mit seinen Kumpels auf der Suche nach einem Abenteuer war. Er wusste nicht, dass dieser Weg sein Leben verändern würde.

Nachdem er das erste Mal bei TS dabei war, ging er noch zwei Mal hin, bevor er beim Trainingsprogramm von OM Südafrika teilnahm. Wieder suchte Ruwen nach dem Abenteuer – dieses Mal in Afrika. Aber das, was Gott bei TS in sein Herz gepflanzt hatte, hallte weiter in seinem Herzen nach und er begann, nach einer neuen Richtung zu suchen, die für ihn vorher unvorstellbar gewesen wäre.

„Ich wollte nie Pastor werden, aber auf TS zu sein, hat mein Leben verändert“, erinnert er sich. „Ich habe später mehr über Theologie gelernt, als ich die Jüngerschaftsschule bei OM in Südafrika gemacht habe. Ich war so begeistert, dass ich beschloss, mehr zu lernen.“

Jetzt als Jungendpastor seiner Gemeinde und Kleingruppenleiter bei TS, erinnert er sich an den Wendepunkt in seinem Leben. 2015 brachte er zehn Teenager seiner Jugendgruppe mit zu TS, 2016 waren es 16.

„Ich glaube fest daran, dass TeenStreet eine inspirierende Gemeinschaft ist, in der Teenager in ihren Kleingruppen und mit ihren Leitern Jüngerschaft erleben – nicht nur ihren Glauben betreffend, sondern auch für die Mission oder das Ziel, dass Gott für jeden von ihnen hat“, schliesst Ger ab.

Seit dem ersten TeenStreet 1993 hat OM noch mehrere TeenStreets in der Welt veranstaltet, z. B. in Brasilien, Uruguay, Südafrika, Indien, Australien....