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Gott kennen und bekannt machen

OM feiert im Jahr 2017 seinen 60. Geburtstag. In diesem Jubiläumsjahr werden wir jede Woche einen Artikel veröffentlichen. Jeder dieser 60 Artikel wird von einer Begebenheit erzählen, die OM zu dem formte, was sie heute ist. Wenn man bedenkt, was für Menschen und Begebenheiten „Operation Mobilisation“ (OM) geprägt haben, ist es eigentlich eher unwahrscheinlich, dass es OM heute noch gibt und wir nun auf eine 60-jährige Geschichte zurückblicken können.

Vom Anfang, mit einigen Mittelschulstudenten, bis zur heutigen Organisation mit 6'400 Mitarbeitenden, aus über 100 Nationen, in über 115 Ländern und auf einem Schiff, blieb OM in ihrem Herzen immer eine Bewegung, ein Ideal, eine Herausforderung, eine Einladung, eine Feier, eine Familie, die mehr von der Grösse Gottes beeindruckt war, als von der Grösse der Aufgabe, die sie von Gott empfangen hatte.

Eine grosse Anzahl Menschen wurden in den 60er Jahren von OM berührt, hunderttausende von Mitarbeitenden, hunderte von Millionen Menschen, die die Gute Nachricht hörten und hunderte von Missionsgesellschaften, die durch OM geboren wurden und eine unglaubliche Menge, die mobilisiert wurden, um Leben, ja ganze Gesellschaften zu verändern.

Die wirkliche Geschichte hat jedoch wenig mit Zahlen, dafür viel mit gewöhnlichen Menschen zu tun, Menschen mit einem kleinen Glauben an einen grossen Gott. Eine der grundlegenden Aussagen von OM ist, dass Gott jeden brauchen kann, der Ihn an die erste Stelle setzen will – wir sind ein lebender Beweis dafür.

In den nächsten 60 Wochen werden wir von prägenden Momenten erzählen, die OM zu dem gemacht haben, was sie heute ist. Meist war es nicht eine „Missionsstrategie“, die die Organisation gelenkt hat, sondern Gott, der uns für Dinge bereit gemacht hat, die wir uns gar nicht vorstellen konnten. Aber weil wir alle Menschen sind, wurden Fehler gemacht, Chancen verpasst und Beziehungen überspannt. Trotzdem erlebten wir die überwältigende Gnade Gottes und diese wurde das Zentrum unseres Zeugnisses.

OMer waren, speziell in den Anfängen, oft Pioniere. Beachtenswert ist die Palette der Initiativen, die durch sie ins Leben gerufen wurden:

  • Tausende junger Leute wurden aufgefordert, die Welt nicht nur zu bereisen, sondern sie auch für Christus zu verändern.
  • Ganze Nächte, die in Fürbitte für die Welt, ganz speziell für unerreichte Länder, verbracht wurden. Nach dem Beten über einer Weltkarte, Kauf eines Schiffes (schliesslich wurden es vier), um die Nationen zu erreichen.
  • Grenzenloser Eifer im grossen Ganzen, aber ganz speziell das Leben eines einfachen, radikalen Lebensstils, der Geld für das Weitergeben der Guten Nachricht freisetzte und das Leben in Teams erleichterte.
  • Das Schmuggeln von Bibeln und christlicher Literatur (später auch Maschinen zur Literaturproduktion) in osteuropäische und muslimische Länder.
  • Kurzbesuche ganzer Länder durch Einsatzteams, die in jeden Briefkasten im Land Evangelien steckten. Lokale Teams waren dann für die Nacharbeit verantwortlich.
  • Das Annehmen und Einsetzen von neuen Technologien, um die Gute Nachricht in geschlossenen Ländern weiterzugeben.

Gestützt wird das explosionsartige Wachstum weltweit, unter einer zunehmend wachsenden, indigenen Leiterschaft, durch einige Prinzipien (unser Ethos), die uns auch heute noch in unserer Jüngerschaft leiten und uns weltweit verbinden:

  • Eine gespürte Dringlichkeit, Gottes Reich auf Erden mit allen Mitteln zu fördern und die Bereitschaft zu dienen, wo es nötig ist.
  • Die Bereitschaft, Dinge im Glauben anzupacken, auch wenn das Risiko des Scheiterns besteht.
  • Die Verpflichtung, im Geber-/Senderland wie auch im Einsatzland, mit lokalen Kirchen zusammenzuarbeiten.
  • Die Verpflichtung, beim Weitergeben der Guten Nachricht mit anderen Organisationen zusammenzuarbeiten. Das heisst, dass z.B. eine Organisation Medien produziert und OM diese verteilt.
  • Eine „flache“ Organisation, in der die Leitung ansprechbar, verantwortlich und transparent ist.
  • Eine Kultur der Wertschätzung und eines ausgeglichenen Lebensstils.
  • Einen Sinn für Humor, der unsere ernste Arbeit auflockert.

Während eines internationalen Leitertreffens wurden im Gottesdienstteil indische Lobpreis-Chorusse gesungen. Unsere indischen Brüder lehrten uns jeden Tag einen neuen Chorus und wir sangen kräftig mit. Am letzten Tag klärten sie uns über den Text auf: „Wir lieben OM Indien! Wir versprechen, ihnen die Hälfte unseres Einkommens zu schenken!

Bei einem ähnlichen Treffen wurde vom Leitergremium ein Traktandum vorgestellt, das sich mit der Notwendigkeit einer Ohrringvorschrift für Männer befasste. Nach einigen Minuten heisser Diskussion wurde das Ganze als Scherz enthüllt! Solcher Humor ist erwünscht.

Das erneute Erzählen von Begebenheiten während den kommenden Wochen wird sehr unterschiedlich sein, denn OM hat eine komplizierte Geschichte. Man könnte sagen, wäre OM ein Fahrzeug – und davon hatten wir Tausende – dann hätte es ein riesiges Gaspedal und nur sehr kleine Rückspiegel. Wir sind Leute, die vorwärts schauen, Leute, denen Gottes Versprechen sehr bewusst sind.

Ein Teil unserer Geschichte liest sich so: „Seit unseren Anfängen wurden wir von unserer tiefen Überzeugung getrieben, dass jedermann die Gelegenheit haben sollte, die Gute Nachricht wenigstens einmal zu hören. Darum gingen wir. Kein Ort war zu schwierig, kein Volk zu weit weg, keine Idee zu verrückt, kein Traum zu gross, unsere Versagen hielten uns nicht zurück. Zehntausende haben mitgemacht und hunderte von Millionen haben die Gute Nachricht gehört. Aber fertig sind wir noch nicht!

Wo wird uns dieses „noch nicht“ hinführen? Reise im kommenden Jahr mit uns und finde es selbst heraus…

Greg Kernaghan arbeitet schon seit 1978 mit OM. Zu jener Zeit leiteten die OM-Pioniere und die Geschichten der ersten Abenteuer konnte man noch aus erster Hand hören. Er und seine Frau Anni dienten auf dem Schiff, in Finnland, in Kanada und als Teil des internationalen OMNI-Teams (Kommunikation).