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OM - Neue Mission

Die OM-Arbeit begann 1957 mit jungen Studenten in Mexiko. Schon bald wechselte der Fokus jedoch nach Europa, den Mittleren Osten und Indien. Doch OM kam im Jahr 1978 zurück zur Arbeit ins katholische Lateinamerika, wo sich nur gerade vier Prozent der Bevölkerung zu einem evangelischen Glauben bekannte.

OM Ships arbeitete hart, um die Menschen in Lateinamerika zu erreichen und ihnen die Notwendigkeit von Mission vor Augen zu führen. Die erste Missionskonferenz in Lateinamerika fand auf dem OM-Schiff Doulos statt. Ein ehemaliger OM-Leiter übernahm später die Leitung von COMIBAM, einer der wichtigsten Missionsdachorganisationen in der Region. Heute spielt Lateinamerika eine wichtige Rolle in der Mission. Etwa 20% der Bevölkerung nennen sich evangelisch.

Zehn Jahre arbeitete OM schon in Talamanca, Costa Rica, um die Gute Nachricht den Menschen zu bringen, die unter Zauberei, Alkoholismus, Missbrauch und Gewalt litten. Linda Villanueva ist die Tochter des Pastors einer OM-Partnerkirche. Sie wurde die erste Missionarin, die von Talamanca ausgesandt wurde. Im März 2016 arbeitete Linda zusammen mit 33 weiteren OMern und Volontären in Ahuachapán, El Salvador. „Es ist nicht immer einfach, Missionarin zu sein”, sagt Linda, „aber wenn Gott ruft, gibt er auch die Kraft zum Weitermachen. Ich möchte mit den Jugendlichen in meiner Gegend arbeiten und sehen, wie sie Jesus finden. Ich bin bereit, da zu arbeiten oder zu unterstützen, wo der Herr mich hinschickt.”

Zurück ins Wasser mit den Kanus

Die Kirche begann in Papua Neuguinea (PNG), als westliche Missionare in den frühen 1880er mit Kanus ankamen und breitete sich langsam von der Küste ins Landesinnere aus. „Die Christen dort glaubten, dass sie die Letzten seien, die die Gute Nachricht erhielten”, sagt Kepo Kure, der Leiter von OM PNG. „Sie sahen sich als das Ende der Welt”, was soviel bedeutete, dass alle ausser ihnen Jesus schon kannten.

OM begann seine Arbeit im Jahr 1991 mit der Vision, Kirchen für Mission zu mobilisieren, auszubilden und in Partnerschaft mit lokalen Gemeinden Papua Neuguineaner zu unerreichten Volksgruppen auszusenden. „Wir wollen ihre Weltanschauung verändern”, erklärt Kepo. „Wir müssen mit den Kanus wieder von PNG abstossen!“

„Die Gute Nachricht veränderte meine Kultur”, fährt er fort, „Missionare halfen, unsere grausame Kultur zu dem zu verändern, was sie heute ist – eine christliche Nation, wo die Hälfte der 7,5 Millionen Einwohner einer Gemeinde angehören. Missionare kamen nach PNG – auch heute noch – und durch sie wuchs und reifte die Kirche”, sagt Kepo. „Es ist unser Ziel, die Gute Nachricht dahin zu bringen, wo sie noch nie gehört wurde.”

OM bildet Menschen aus und befähigt sie für den Dienst und arbeitet mit fast 30 Gemeinden zusammen, um sie mit Gebet und Finanzen zu unterstützen und in alle Welt auszusenden.

Ein Glaubensschritt

OM Afrika möchte bis im Jahr 2025 350 Volksgruppen unter den am wenigsten erreichten Menschen positiv verändern. Um das zu erreichen, möchte OM mehr als 5000 Leute von und für den afrikanischen Kontinent motivieren und ausbilden. Schon ist eine ganze Welle junger, aufgestellter Afrikaner im Glauben über Klischees und Herausforderungen im Glauben herausgetreten.

Wo früher die Idee herrschte, dass Mission von Leuten aus dem Westen, mit teuren Missionsstationen, Schulen und Spitälern ausgeführt werden müsste, verstehen die Menschen heute, dass Mission Leben aufbauen und Gesellschaft verändern bedeutet. „Wir brauchten zwei Jahre, um die Pastoren in Mosambik zu überzeugen, dass auch sie Missionare sein können”, erinnert sich Francois Vosloo, ehemaliger Leiter der OM-Arbeit in Afrika. „Zwei Dinge wurden von den Missionaren in Afrika nicht gelehrt, zu geben und zu gehen – dies in erster Linie wegen der herrschenden Armut.“

Gegenwärtig arbeiten sechs Leute aus Simbabwe auf dem OM-Schiff Logos Hope, zwei weitere wurden nach Zentralasien und Nordafrika gesandt; ein weiteres Dutzend arbeitet in Simbabwe, mobilisiert Gemeinden und bringt den am wenigsten erreichten Völkergruppen Hoffnung.

Peter* leitet die OM-Arbeit in Ghana. Zusammen mit einem Dutzend seiner Landsmänner befreit er Frauen aus dem Menschenhandel und stellt Kontakt zu Muslimen und Studenten an der Universität her. Michael* und seine Frau sind aus Südafrika und leiten eine Arbeit in ihrer Region, während Bupe*, befreit aus der Sklaverei, jetzt anderen gefährdeten Frauen und Mädchen das Nähen beibringt. Ihre Arbeit brachte ihre Gemeinde dazu, sich ebenfalls in der Mission einzusetzen.

Herausforderungen meistern

Es gibt immer noch Hindernisse, die dem kompletten Erschliessen des Missionspotentials im Wege stehen. „Was wir brauchen, ist ein alternatives, selbsttragendes, auf Unternehmensprinzipen aufgebautes Missionsmodell, welches die Mission in diesem Land revolutionieren wird“, sagt Peter Tarantal, Mitglied des Leitungsteams von OM International. „Wir brauchen ein Modell, welches auf die Bedürfnisse der Kirche des Globalen Südens zugeschnitten ist.“

OM Ostasien Pazifik Leiter Mike Hey betont: „Es ist wichtig, dass OM neue Wege findet, um der Kirche in China, Nepal, den Philippinen und dem Rest der Region zu dynamischen Gemeinden zu verhelfen, die Jesus Christus nachfolgen.”

Ein nicht zu unterschätzender Katalysator für die neue Missionsbewegung ist der ausgeprägte internationale Charakter der OM-Teams: nationale Mitarbeitende arbeiten mit ausländischen Mitarbeitenden, welche eine ausgeprägte Missionsgeschichte mitbringen. Dies ermöglicht die Geburt neuer Ideen und führt zu neuen Erlebnissen.

Im Jahr 2013 etablierte OM die Global South Initiative (GSI), ein Fünfjahresprojekt, um die am wenigsten Erreichten zu unterstützen, indem der Kirche des Globalen Südens durch Geschäftsmodelle zu finanzieller Unabhängigkeit verholfen wurde. Seit 2014 arbeitet GSI in 38 Projekten, die 60 OM-Felder und Arbeitsbereiche direkt beeinflussen. Bis 2025 sollen 7000 neue Missionare aus dem Globalen Süden 500 der am wenigsten erreichten Volksgruppen berühren.

*Name geändert

**Der Globale Süden beinhaltet Zentral- und Lateinamerika, die Karibik, Osteuropa, den Mittleren und Nahen Osten, ganz Afrika, Zentralasien und das restliche Asien ausser Singapur, Hong Kong, Taiwan und Südkorea.

Simon Marjani arbeitet mit OM seit 2008. Als Journalist liebt er es, mit Recherchen, Media und Zeugnissen über Gott Christen für die Weltmission zu begeistern. Er ist mit Kumbie verheiratet und arbeitet als Kommunikationsverantwortlicher für OM Simbabwe, das sich zum Ziel gesetzt hat, die lokale Kirche zu mobilisieren, Missionare auszusenden, um alle Nationen zu Jüngern zu machen.