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Projekt des Monats Februar 2018

Rollstühle für Zentralasien  

In einer Region an der Seidenstrasse in Zentralasien wird die Anzahl der Behinderten, welche auf einen Rollstuhl angewiesen wären, auf mindestens 32’000 Menschen geschätzt!

Jährlich importiert die Regierung rund 700 Rollstühle, welche ohne Einführung oder Anpassung willkürlich verteilt werden. Für Kinder unter 12 Jahren gibt es keine Rollstühle. Menschen mit Behinderungen, welche auf einen Rollstuhl angewiesen sind, können kaum am gesellschaftlichen Leben teilhaben. Deshalb verteilt unsere Partnerorganisation angepasste Rollstühle und führt sie in die Handhabung dessen ein, wodurch sie ein Stück Unabhängigkeit gewinnen und sie sich wieder mehr ins gesellschaftliche Leben integrieren können. Dies führt zu Arbeitsvermittlung und gibt neue Möglichkeiten für soziale Kontakte.  

Im Land arbeitet unsere Partnerorganisation derzeit mit Regierungsministerien und einem Rollstuhlanbieter zusammen, um Menschen mit Behinderungen hochwertige Rollstühle zu liefern. Die Stühle und Geräte werden speziell für Entwicklungsländer gebaut, in denen die Strassenverhältnisse oft sehr schlecht sind. Unsere Partner- organisation bietet durch ihren Workshop einen umfassenden Service an, ein- schliesslich der Anpassung und Schulung für Rollstuhlfahrer und ihre Familien.

Im Jahr 2017 konnte die zweite Phase die- ses Projekts abgeschlossen werden. Bisher wurden über 400 Rollstühle importiert und verteilt. Dadurch entstanden vier Vollzeit- und vier Teilzeitstellen! Dieses Jahr wird eine Ausweitung angestrebt. Dies bedeutet die Bereitstellung von Rollstühlen mit ei- nem Volumenzuwachs von einem auf zwei Containern pro Jahr. Ein Container enthält je 200 Rollstuhl-Bausätze in flachen Verpackungen.

Nebst den erforderlichen Schulungen bei einer Rollstuhlabgabe werden nach
ca. 6 Monaten zuhause ein Service für nötige Reparaturen und Anpassungen am Rollstuhl angeboten. Das kann bedeuten, dass das mobile Team tagelang in den Bergen unterwegs ist.

Dabei nutzt das Team die Möglichkeit, während Treffen den Menschen auch geistlich zu dienen: «Vor ein paar Tagen haben wir in einer kleinen Stadt ein Rollstuhlbasketballtraining durchgeführt», erzählt eine Mitarbeiterin. «Am Ende des Trainings rollte eine Frau auf uns zu und sagte mit strahlendem Gesicht: ‚Danke, dass du dieses Programm begonnen hast und Gottes Liebe und seine Geschichte mit uns geteilt hast, weil wir sie wirklich brauchen!’ Ihre nächste Frage lautete: ‘Bist du Christ?’ ‘Ja! Wir sind Christen’, antworteten wir. ‘Preis Gott, ich bin auch Christ’, sagte sie mit glänzenden Augen. Ohne den Rollstuhlsport hätten wir niemals diese verborgenen Gläubigen unter den schwer erreichbaren Menschen dieses Landes gefunden!»  

Helft Ihr mit? Dank den grösseren Abnahmemengen kostet ein Rollstuhl mit Anpassung nur CHF 350.-.