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Projekt des Monats Dezember 2017

Tagesstätten: Hilfe für Kinder in Moldawien

Moldawien ist eines der ärmsten Länder Europas. Ein Durchschnittslohn von € 160 pro Monat und eine hohe Arbeitslosenquote zwingen viele Erwerbstätige, im Ausland zu arbeiten. Ganze Dörfer verwaisen und viele Kinder wachsen ohne Eltern bei ihren meist betagten Grosseltern auf.

Zusammen mit lokalen Gemeinden hat OM Moldawien begonnen, in verschiedenen Dörfern Kindertagesstätten zu eröffnen. Die Kinder können nun jeden Tag nach der Schule in die Tagesstätte gehen. Dort erhalten sie eine warme Mahlzeit und Hilfe bei den Hausaufgaben. Daneben können sie basteln, spielen und Sport treiben. Sie hören von Jesus und erhalten Gesundheits- und Ernährungslehre. In jeder der 16 Tagesstätten können bis zu 20 Kinder teilnehmen. So erhalten jeweils auch drei Erwachsene eine Arbeitsstelle.

Die Kindertagesstätten sind ein Angebot für Kinder zwischen 7 und 15 Jahren. Die meisten Kinder kommen aus zerrütteten Familienverhältnissen, vielerorts durch Alkohol verursacht. Ziel ist es, die Lebensbedingungen dieser, auch von Armut betroffenen Kinder, zu verbessern. Ein Schulrektor erzählte uns: „Die Eltern mancher Kinder sind so arm, dass sie nicht einmal genug zu essen für die Kinder haben. So kommt es vor, dass ein Kind im Schulzimmer vor Hunger ohnmächtig wird.“

Eine OM-Mitarbeiterin berichtet: „Mihail ist 9 Jahre alt und lebt neben der Kirche. Er hat zwei ältere Brüder, die bereits ausgezogen sind. Mihail war sehr einsam. Am Zaun blickte er neidisch auf den Kirchhof und beobachtete die spielenden Kinder. Als er sieben Jahre alt war, wurde er gefragt, ob er sich dem Tageszentrum anschliessen möchte. Mihail liebt es sehr, mit anderen Kindern zu spielen, zu lachen und Lieder zu lernen. Er genoss die Fallschirmspiele und beim Kinderprogramm war er sehr aktiv. Zu der Puppenshow sagte er: ‚Ich habe gelernt, dass es wichtig ist, schwächere Menschen zu schützen.‘

Zu Hause geht er gerne mit seinem Vater mit Pferd und Wagen Früchte, Holz oder Mais sammeln und hilft seiner Mutter, sich um die Vögel in ihrem Garten zu kümmern. Wir sind dankbar, dass Mihail zur Tagesstätte kommt und dort von Gott hört. Beide Eltern sind offen für das Evangelium. Wir beten, dass durch ihn auch sie Jesus kennen lernen werden.“

Die Tagesstätte hat das Leben vieler Kinder aus armen Familien positiv verändert; aber ganz besonders verändert hat die Tagesstätte das Leben von Mihail.

Die Kosten für den kompletten Betrieb einer der 16 Tagesstätten belaufen sich auf CHF 200.- pro Woche. Vielen Dank für Eure Mithilfe!