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Projekt des Monats Januar 2017

Flüchtlingsarbeit in Athen

Da Griechenlands Nachbarländer ihre Grenzen am 18. Mai 2016 geschlossen haben, können nun Tausende von Flüchtlingen ihre Reise nicht mehr fortsetzen. Unzählige, vor allem aus dem mittleren Osten, strandeten in Athen. Sie leben seither in Camps – in Zelten und Wohncontainern! Aktuell gibt es über 40 solcher Camps auf dem griechischen Festland.

Seit April 2016 hat OM Griechenland die Erlaubnis, einige Flüchtlingslager in der Nähe von Athen besuchen zu dürfen. Eine Schweizerin nahm vor wenigen Wochen an einem Kurzeinsatz in Athen teil. Sie berichtet noch immer ergriffen: „Die griechischen OM-Mitarbeitenden informierten uns über die Bestimmungen für unsere Arbeit im Lager. Diese mussten genau eingehalten werden. Unter anderem war es strikt untersagt, über Jesus zu sprechen oder Bibeln zu verteilen. Dies war eine Bedingung, damit OM überhaupt in die Lager hinein durfte.

Der Alltag in einem Flüchtlingslager übersteigt alle Vorstellungen! Über 13‘000 Menschen (schätzungsweise 5‘000 Kinder) leben in Zelten, ohne Strom, weiche Matratzen und Wasser. Gerade in der kalten Jahreszeit ist es frostig und nass, der Boden aufgeweicht und matschig. Viele errichteten im Zelt ein kleineres Schlafzelt, um es in der Nacht etwas wärmer zu haben. Das gesamte Ausmass der Katastrophe wird uns erst hier bewusst. Wie wenig ist doch in unseren Medien davon zu hören!“

Die OM-Mitarbeitenden sind meist in kleinen Gruppen in diesen grossen Zeltstädten unterwegs. Was können sie bewirken? Sie helfen beim Mülleinsammeln, nehmen sich Zeit für die Menschen ­– reden, lachen, trinken gemeinsam Tee und spielen mit den Kindern. Dadurch bringen sie immer wieder Lichtblicke in den tristen Alltag der Flüchtlinge.

Helft Ihr mit, dass die Flüchtlingsarbeit in den Camps in Griechenland ausgebaut werden kann?