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Projekt des Monats November 2017

Ewige Hoffnung?

Heute ist es fast unmöglich herauszufinden, wie viele syrische Flüchtlinge im Libanon leben. Offiziell sind es mindestens 1,2 Millionen.

Ein OM-Mitarbeiter, der regelmässig Flüchtlingsfamilien besucht, berichtet: „Seit die Vereinten Nationen die Beiträge für syrische Flüchtlinge gekürzt haben, ist die Situation in den Flüchtlingslagern zum Verzweifeln. Es gibt viel Gewalt, die Menschen leiden an Stress und sind durch das Erlebte traumatisiert. Die meisten, mit denen wir gesprochen haben, wollen inzwischen nicht mehr einwandern, sondern warten nur darauf, in ihre Heimat zurückkehren zu können. Die Menschen sind sehr entmutigt und es gibt kaum Hoffnung. Nahrung, Unterkunft, Bildung und Beschäftigung gehören nach wie vor zu den dringlichsten Bedürfnissen der syrischen Flüchtlinge im Libanon.“

Flüchtlinge werden auch von lokalen Geschäftsleuten ausgebeutet, da sie sich häufig nicht legal im Land aufhalten. Sogar Jugendliche werden unter dem Marktwert beschäftigt, um ihren Vätern einen legalen Status zu ermöglichen. Und junge syrische Frauen werden oft zur Heirat gezwungen, weil ihre Familien nicht in der Lage sind, weiterhin für sie zu sorgen.

„Kirchen und christliche NGOs haben ihre praktische Hilfe im Libanon verstärkt. Viele sind jedoch voll ausgelastet. Aber es warten noch viele Familien auf Hilfe. Jedes Essens- und Schulungsprogramm hat eine lange Warteliste“, berichtet der OM-Mitarbeiter.

Maya musste aus ihrem Heimatland Syrien in den Libanon flüchten. Dort kam sie in Kontakt mit einer Kirchgemeinde, die sich um syrische Flüchtlinge kümmert. Durch sie lernte Maya Jesus kennen. Seither hat sie ein unglaubliches Verlangen, Jesus noch besser kennen zu lernen. Sie kommt regelmässig in die Kirche und erzählt inzwischen sogar libanesischen Frauen von ihrem Glauben. Ihre Begeisterung für die Bibel ist ansteckend!

Noch immer leidet Maya an körperlichen und psychischen Problemen. Das Leben im Libanon ist nicht einfach für sie. Und doch sagt sie: „Ich habe durch Jesus Frieden und grosse Freude gefunden. Gerne würde ich wissen, weshalb mir in Syrien niemand von Jesus erzählt hat?“

Helft Ihr mit, die örtlichen Kirchgemeinden im Libanon finanziell zu unterstützen, damit syrischen Flüchtlingen vor Ort geholfen werden kann?