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Nepal Update: 21.07.2015 - Dank aus Nepal

Die Mitarbeiter von OM Nepal bedanken sich für alle Gebete und Spenden, mit denen ihr die Katastrophen- und Wiederaufbauhilfe unterstützt. Welche Projekte sie gerade durchführen, beschreiben sie hier beispielhaft:

Seit dem Erdbeben herrscht in Nepal eine neue Art der Normalität. Viele der Nepalesen haben begonnen, ihre zerstörten oder beschädigten Häuser ganz abzureisen und vorübergehende Unterkünfte aufzubauen. Doch gleichzeitig muss auch die landwirtschaftliche Arbeit erledigt werden. Der Sommer ist mit dem Monsunregen sowieso immer die geschäftigste Zeit des Jahres. Das Getreide muss geerntet und der Reis ausgesät werden. Viele Familien aber können nicht die Bauarbeiten und die Arbeiten auf den Feldern erledigen, weil das ihre Arbeitskraft übersteigt. Darum überlegt das Leitungsteam nun, wie OM Nepal diesen Menschen durch Arbeitskräfte helfen kann. Diese sollen bei den praktischen Arbeiten die nächsten Wochen und Monaten mitanpacken. Verschiedene OM-Mitarbeiter, die für Seminaren bei OM Nepal waren, haben schon bei Kurzeinsätzen praktisch mitgeholfen. Außerdem hat OM Nepal ein Team für den Wiederaufbau in ein Dorf geschickt, mit dem seit 30 Jahren eine enge Zusammenarbeit besteht.

Mit der Traumaseelsorge für Kinder reagiert OM Nepal mit einem weiteren Weg auf die Katastrophe. Die Mitarbeiter haben ein einwöchiges Programm aufgestellt, das sie für Kinder in Schulen durchführen. Für ungefähr 150 Schüler fand dies bereit statt und für weitere 150 Kinder soll es demnächst durchgeführt werden. Das Programm besteht aus verschiedene Aktivitäten, Geschichten oder Spiele zu unterschiedlichen Themen wie „Du bist nicht allein", „Du bist geliebt" oder „Sei stark und mutig". Die Schüler werden dann in Kleingruppen eingeteilt. In denen können sie erzählen, wie sie das Erdbeben erlebt haben und über das Tagesthema reden. „Für viele der Kinder ist die Möglichkeit zu spielen und Spaß zu haben sehr wertvoll!", berichtet der Mitarbeiter Indra. „Die Geschichten sind gut. Die Schüler müssen dieselben Dinge durchmachen und werden durch das Programm ermutigt."

Spenden nehmen wir weiterhin gerne entgegen. Vermerk: Nepal Erdbeben

Nepal Update: 03.06.2015: Zusammenarbeit in der Nothilfe

Fünfeinhalb Stunden brauchte das Geländefahrzeug, um die 160 Kilometer nach Sindhupalchok zurückzulegen. Die unbefestigte Strasse wurde durch die Erdbeben und die darauf folgenden Erdrutsche fast unbefahrbar gemacht. Das Fahrzeug hatte 1710 Kilogramm Reis geladen, dazu Öl und Salz. Auch Wolldecken waren dabei. All diese Hilfsgüter waren für die 58 Familien im 1900 Meter hoch gelegenen Dorf bestimmt.

OM wurde durch Mitglieder der Organisation ‘Nepal Christian Children Education Fellowship’ (NCCEF) auf diese Not aufmerksam gemacht. Die meisten Häuser im Dorf wurden im Beben zerstört, aber die Leute hatten schon mit dem Bau von Not-Hütten aus Bambus und Zeltblachen begonnen. Die meisten dieser Kleinbauernfamilien verloren auch alles Saatgut und alle Hilfsstoffe durch das Beben und den darauf folgenden Regen. Deshalb war die Lebensmittel-Nothilfe ein riesiges Geschenk, ein Segen. Lebensmittel zu kaufen, ist für diese Leute keine Option, denn der nächste Laden ist Stunden weit weg und Geld gibt es auch keines im Dorf. „Danke”, sagte eine Frau, „dass ihr in unser verlassenes Dorf gekommen seid. Ich weiss nicht, wie wir überlebt hätten, wenn ihr nicht gekommen wärt.” Sie wolle mal in die Kirche kommen, sagte sie, um herauszufinden, warum Christen ihrer Familie helfen.

OM arbeitet nicht allein und dieser Hilfseinsatz ist ein gutes Beispiel der Kooperation: Lokale Christen machten das NCCEF auf die Not aufmerksam. NCCEF organisierte daraufhin den Einsatz zusammen mit OM. NCCEF übernahm die Kosten für das Geländefahrzeug, OM bezahlte die Hilfsgüter und die lokale Kirchgemeinde organisierte die Verteilung. Die Lebensmittel werden voraussichtlich für die nächsten 15 Tage ausreichen.

Nepal Update: 27.05.2015 - Erlebtes verarbeiten

Seit dem grossen Erdbeben am 25. April hat die Erde nochmals 230 mal gebebt! Tausende schlafen immer noch im Freien, weil sie Angst vor einem weiteren, grösseren Beben haben. Grund dafür haben die Leute sicher!


Hier einige Zahlen:

  • Mindestens 8‘400 Tote
  • 751‘000 Häuser sind entweder eingestürzt oder so schwer beschädigt, dass sie nicht mehr sicher sind.
  • 334‘000 Schüler verloren ihre Schulen komplett.
  • Die Klassenzimmer von 137‘000 Schülern wurden schwer beschädigt.

OM Nepal hat sich in den vergangenen Tagen in erster Linie für ‚Critical Incident Stress Debriefing (CISD)‘, (Seelsorge für Opfer) eingesetzt. Ein erfahrener Spezialist hat zuerst das Team von OM Nepal und danach 34 Teilnehmende aus 18 verschiedenen Kirchen in CSID unterrichtet. Diese Leute werden nun den Opfern bei der Verarbeitung ihrer Erlebnisse helfen.

„Mein Pastor hat am CISD-Training teilgenommen,“ sagte einer, „und jetzt geht meine Kirchgemeinde schon in die Dörfer und wendet das Gelernte an.“ In Swayambhu, Kathmandu, arbeitet das OM-Team mit Kindern (von 14 Kindern ist bekannt, dass sie beide Eltern verloren haben!). Das Team lässt die Kinder das Erlebte zeichnen und ermutigt sie, danach mit andern über ihre Zeichnung zu reden. OM Nepal bildete 70 Leute aus 40 verschiedenen Gemeinden zu Helfern aus. Sie wurden daraufhin dazu eingesetzt, in den Dörfern diejenigen Familien ausfindig zu machen, die am meisten Hilfe benötigten. Für diese wurden dann 300 Lebensmittelpakete zusammengestellt. Aber es kam anders. Bevor die 300 Pakete verteilt werden konnten, kam das zweite grosse Beben am 12. Mai. Nun wurden die Pakete aufgeteilt, sodass 600 Familien ein Lebensmittelpaket erhielten. 290 erhielten auch eine Zeltplane, um sie vor dem Regen zu schützen

Nepal Update: 20.5.2015 - Die Nothilfe geht weiter

Über 13 Tonnen Reis wurden verteilt, dazu 3 Tonnen Linsen, 5500 Seifen und 690 Zeltblachen. Mehrere medizinische Teams konnten Hunderten helfen. Es gibt aber immer noch isolierte Dörfer, die auf Hilfe angewiesen sind. Die Strassen nach Indien konnten offen gehalten werden und Güter, vor allem Lebensmittel, fliessen nach Kathmandu und von dort  in die Dörfer. Überraschenderweise funktioniert die Elektrizitäts-Versorgung wieder in den meisten Teilen der Stadt und die meisten Leute verfügen wieder über Wasser. Langsam kehrt Normalität ein – aber die Arbeit in Nepal ist noch lange nicht fertig!

OM Nepal bereitet sich auf die zweite Phase der Nothilfe vor: über die nächste Zeit werden Häuser wieder aufgebaut und Abwassersysteme repariert. Teams werden sich um die emotionalen Probleme der Leute kümmern. In schwierigen Entscheidungsprozessen muss beschlossen werden, in welchen Dörfern OMs limitierte Ressourcen eingesetzt werden sollen. OM Nepal hat sich verpflichtet, auch über längere Zeit, mit ihren lokalen Partnerorganisationen Not- und Wiederaufbauhilfe zu leisten. Darum ist auch unsere Mithilfe weiterhin nötig, kostet doch allein das von OM geplante Wiederaufbauprogramm etwa eine halbe Million und die gesamte zweite Phase über eine Million Franken.

Nepal Update: 13.05.2015

«Vor meinen Augen fiel alles in sich zusammen. Ich dachte, dass wir alle sterben würden», erzählte Kumar*, ein 23-jähriger Mitarbeiter von OM Nepal nach dem starken Erdbeben vom 25. April 2015. Trotz eigenen leichten Verletzungen kümmerten sich Kumar und sein 21-jähriger Teamkollege Samir* um die Menschen in ihrer Nachbarschaft. Sie versorgten Verletzte, beteten mit angsterfüllten Leuten und standen traumatisierten Menschen mit Seelsorge bei. Gott gebrauchte Kumar und Samir, um einen Ort des Friedens und der Sicherheit für andere zu schaffen.

Kumar erzählt: «Die Dorfbewohner sagten: ‹Schaut, wie die Christen für uns sorgen!›» Kumar und Samir lebten seit zwei Monaten in diesem Dorf, um Beziehungen zu den Bewohnern aufzubauen. Das Dorf im Distrikt Rasuwa liegt inmitten eines Tales. Das starke Erdbeben hat Felsen und Gestein gelockert und jede weitere Erschütterung vergrössert die Gefahr eines Erdrutsches.

Kumar berichtet: «Es war schwierig, ins OM-Zentrum nach Kathmandu zurückzukehren, als uns dies geraten wurde, denn ich spürte, dass ich in Rasuwa sein sollte.» Kumar und Samir wollen die Dorfbewohner nicht im Stich lassen, denn schon einige Zeit vor dem Erdbeben wussten sie sich beauftragt, den Menschen dort zu dienen. Sie planen, bald zurückzukehren, ausgerüstet mit Lebensmitteln, Zelten und medizinischer Hilfe.  * Namen geändert

OM HILFT IN NEPAL
OM Nepal zählt über 100 Mitarbeitende, verfügt über jahrzehntelange Erfahrung und arbeitet mit einheimischen Kirchgemeinden zusammen. In Partnerschaft mit einer lokalen Hilfsorganisation versorgt OM Nepal nun Erdbebenopfer mit Lebensmitteln, sauberem Trinkwasser, Notunterkünften, Petrol, Erster Hilfe, Trauma-Seelsorge und Gebet.

Spenden nehmen wir gerne mit dem Vermerk "Nepal Erdbeben" entgegen.

Nepal Update: 4.05.2015

Zwei Tage nach dem starken Erdbeben besuchten Mitarbeitende von OM Nepal die angrenzenden Gebiete ihres Trainingszentrums, um sich vor Ort ein Bild der Lage zu machen. Von einer Backsteinfabrik war nur noch ein Haufen Schutt übrig geblieben. Daneben campierte eine Familie mit zwei Kindern. Ihre Wohnung und die Arbeitsstelle in der Fabrik waren zerstört. „Wir haben kein Essen und keinen Frieden“, sagte der Mann zum OM-Team. „Auch unser Zuhause ist beschädigt, doch wir haben Frieden in Jesus Christus“, antworteten die OM-Mitarbeiter und fügten hinzu: „Wir wollen zurückkommen, um euch Lebensmittel zu bringen.“ Unsicher, ob dies möglich sein würde, ermutigten sie andere Dorfbewohner, dieser Familie zu helfen. Als sie etwas später zurückkamen, stellten sie erfreut fest, dass die Familie unterdessen von anderen Dorfbewohnern etwas zu essen erhalten hatte. Die Familie freute sich, die OMer wieder zu sehen. Diese setzten sich zu ihnen und begannen, ihnen von Jesus zu erzählen. Ein Mitarbeiter berichtet: „Als ich der Strasse entlang ging und die teilweise oder ganz zerstörten Häuser sah, dachte ich an Hiob und begann zu beten, dass die Dorfbewohner, die wie Hiob alles verloren haben, trotzallem Gott suchen und bei ihm Frieden finden werden.“

OM HILFT IN NEPAL
OM Nepal zählt über 100 Mitarbeitende, verfügt über jahrzehntelange Erfahrung und arbeitet mit einheimischen Kirchgemeinden zusammen. In Partnerschaft mit einer lokalen Hilfsorganisation versorgt OM Nepal nun Erdbebenopfer mit Lebensmitteln, sauberem Trinkwasser, Notunterkünften, Petrol, Erster Hilfe, Trauma-Seelsorge und Gebet.

Gerne nehmen wir Spenden mit dem Vermerk: "Nepal Erdbeben" entgegen.

Nepal Update: 29.04.2015

Inzwischen ist klargeworden, welche Soforthilfemassnahmen das Team von OM Nepal in Partnerschaft mit der lokalen Hilfsorganisation „Nepal Christian Relief Services“ organisieren und umsetzen kann:

  • Verteilen von Essenspaketen für Familien in den vom Erdbeben am meisten betroffenen Gebieten
  • Erstversorgung von Verwundeten
  • Ausgabe von sauberem Wasser sowie das zur Verfügung stellen von Filteranlagen, um Wasser trinkbar zu machen
  • Erstellen von Notunterkünfte für Familien, die ihre Häuser verloren haben 
  • Trauma-Seelsorge und Gebet für Betroffene

Damit diese Hilfsmaßnahmen umgesetzt werden können, benötigen wir eure Hilfe, einerseits durch Spenden, andererseits durch eure Gebetsunterstützung.

Gerne nehmen wir Spenden für die Betroffenen mit dem Vermerk: " Nepal Erdbeben" entgegen.

Erdbeben Nepal

Am Samstagmorgen erschütterte ein schweres Erdbeben der Stärke 7,8 Nepal. Besonders die Region der Hauptstadt Kathmandu ist betroffen. Viele öffentliche Gebäude, Wohnhäuser und vor allem die Infrastruktur sind stark zerstört. Aber auch viele abgelegene Dörfer in den Bergen sind betroffen. Wir sind dankbar, dass alle Mitarbeiter von OM Nepal in Sicherheit sind und sich im Trainingscenter befinden. Dort hat das Team genügend Vorräte. Nun beginnt das Team, zu überlegen, welche Hilfe es leisten und wie dies geschehen kann. Neben Soforthilfemassnahmen für die vielen Verletzten und nun obdachlos Gewordenen soll den Menschen auch langfristig geholfen werden.

Als OM Schweiz haben wir aus dem Fonds „Menschen in Not“ CHF 15'000.- dem Team in Nepal zugesprochen.

Gerne nehmen wir Spenden für die Betroffenen in Nepal mit dem Vermerk: "Menschen in Not" entgegen.