Strapline

Initiativen gegen den Menschenhandel

 Viele Menschen werden in Indien auf irgendeine Weise ausgebeutet. Da ist zum Beispiel Zwangsarbeit und Schuldknechtschaft. Anderen werden Organen entnommen und viele werden sexuel ausgebeutet.

Zwangsprostitution oder rituelle Tempelprostitution sind in Indien, obwohl vom Gesetz verboten,  immer noch weit verbreitet. Mädchen werden schon als 6jährige der Göttin eines Tempels geweiht. Erreicht das Mädchen dann die Pubertät, muss sie allen Männern des Dorfes zur Verfügung stehen und bleibt lebenslänglich Protituierte. Diese Mädchen werden wie Sklavinnen gehalten und werden all ihrer Würde beraubt. Da sie keinen Ehemann haben, müssen sie von spärlichen Almosen leben. Oft werden sie schon früh mit Geschlechtskrankheiten oder dem AIDS Virus infiziert. Es wird geschätzt, dass rund 250'000 Frauen in Zwangsprostitution gefangen sind.

OM's Partnerorganisation betreibt zwei Schutzhäuser für Frauen und Mädchen, welche Opfer sexueller Ausbeutung oder häuslicher Gewalt sind. Auch Menschen welche aus der Tempelprostitution fliehen wollen werden aufgenommen.

Zuflucht finden

Im Schutzhaus erhalten die Frauen und Mädchen je nach Bedarf eine Schulbildung, Beratung oder die Möglichkeit, Berufskurse zu besuchen. Einige der Frauen wohnen im Zentrum, andere kommen täglich aus nahe gelegenen Slums, um verschiedene Ausbildungskurse zu besuchen.

Die Frauen erhalten auch medizinische Versorgung, welche sie sich sonst nicht leisten könnten.

Dass die Frauen in dieser Ausbildung auch ihre Rechte kennen lernen und dass sie ihren Lebensunterhalt selber verdienen können, ist letztendlich die beste Prävention gegen verschiedene Formen von Menschenhandel und sexueller Ausbeutung.

Sensibilisierungskurse

Unsere Partnerorganisation bietet in rund 100 Dörfern Sensibilisierungskurse an. Obwohl offiziell verboten, ist die Tempelprostitution auf dem Land noch weit verbreitet. In den Kursen klären die Mitarbeitenden die Dorfbevölkerung über die Folgen dieser üblen Praxis auf. Durch diese Kurse sollen zukünftige Weihungen von Mädchen verhindert werden.

Sunita schöpft neue Hoffnung.